04.06.2026 10:22
«Beharrlichkeit hat sich gelohnt»
Twerenbold Reisen Gruppe feiert Spatenstich in Frauenfeld - Baustart für neuen Reiseterminal und Bürogebäude erfolgt
In Frauenfeld entsteht etwas Grosses. Die Twerenbold Reisen Gruppe realisiert einen Reiseterminal im Nordosten der Stadt, Aargauer Unternehmertum treffe dabei auf fruchtbaren Thurgauer Boden.
Frauenfeld Ein Spatenstich mit Grundsteinlegung sei immer ein besonderer Moment, ein symbolischer Startpunkt für einen Neubau. «Aus der Planung wird nun endlich Realität. 2018 begonnen, geht nun bald ein langer, anspruchsvoller Weg zu Ende», erklärte Karim Twerenbold, Verwaltungsratspräsident der Twerenbold Reisen Gruppe am Spatenstich. Im Alexander 5, im Nordosten der Stadt Frauenfeld wird in den nächsten zwei Jahren ein neuer Reiseterminal mit Büroräumen entstehen. Doch der Weg dorthin sei äussert anspruchsvoll gewesen. «Wir haben vor acht Jahren mit der Planung begonnen und hatten damals schon ein Baugesuch. Doch damals gab es Einsprachen, vor dem Verwaltungsgericht haben wir Schiffbruch erlitten», blickte Karim Twerenbold zurück. «Es war zwar ein Rückschlag, aber kein Ende. Wir haben neu geplant und sind im Nachhinein froh, denn der heutige Standort stand 2018/19 noch gar nicht zur Verfügung.»
Vom Standort überzeugt
Zwar sei die andere Parzelle auch sehr spannend gewesen, verriet Twerenbold. «Aber wir haben nur leichte Anpassungen an der Planung vornehmen müssen. Mit dem Bau investieren wir in die Zukunft.» Das neue Terminal verfüge über 16 Abfahrtsplattformen sowie zwei spezielle Abfahrtsplätze für Veloreisen. Zudem werden auch Büroräume für das Excellence Cruises - Reisebüro Mittelthurgau realisiert. «Seit 131 Jahren sorgen wir mit Reisen für Begegnungen, Geschichten und Vorfreude. Mit dem Bau in Frauenfeld setzen wir ein Bekenntnis zur Ostschweiz.»
Auch Stadtpräsident Claudio Bernold sprach von einem besonderen Moment. «Die Twerenbold Reisen Gruppe schreibt ein neues Kapitel in ihrer Firmengeschichte und wird zukünftig für Frauenfeld auch ein wichtiger Arbeitgeber sein.» Der Standort sei äusserst gut gelegen und durch den Stadtbus und die Nähe zur Autobahn ausgezeichnet angebunden. Mit dem ÖV sei der neue Terminal ab dem Bahnhof Frauenfeld per Bus in acht Minuten direkt erreichbar.
Innovation und Neugier im Vordergrund
Geplant wurde das Gebäude vom Winterthurer Büro Strut Architekten. «Wir haben bereits den Sky-Frame-Firmensitz, quasi direkt nebenan, realisiert. Bereits dieses Gebäude zeigt, was ein guter Bau für das Unternehmen ausmacht. Das gleiche Ziel verfolgen wir mit dem Bau des Busterminals», sagte Felix Rutishauser von den Strut Architekten. Mit dem Bau wolle man Neugieriges und Scharfsinniges gegenüberstellen, eine gute Orientierung und Transparenz ständen im Vordergrund. «Der Kunden- und Reisebereich wird im EG sein zu Hause finden, die Büroräume werden im Attikageschoss eingerichtet.» Eine Lounge mit Café werde zum einladenden Begegnungsort und Treffpunkt für die Reisenden. Zur weiteren Infrastruktur gehören eine Bus-Einstellhalle sowie 274 Parkplätze.
«Das Gebäude wird von eine transparenten und schimmernden Membran umhüllt. Diese wird zu jeder Tages- und Jahreszeit anders wirken, so dass man das Gebäude immer wieder neu kennenlernen wird», so Rutishauser.
Christoph Kratzer von der AK Bautreuhand AG sprach von einem Grossprojekt, für das starke Nerven und viel Geduld benötigt wurden. «Aber jetzt entsteht hier ein Ort, an dem das Warten auf den Bus Spass macht. Mit dem Spatenstich und der Grundsteinlegung legen wir jetzt den ersten Gang auf der Reise ein.» Für den Bau werde in die modernste Technik investiert, der futuristische Neubau in Frauenfeld werde vollständig über Luft-Wärmepumpen beheizt und gekühlt.
Die Baukosten belaufen sich auf 32 Millionen Franken, der Baustart erfolgte zusammen mit dem Spatenstich. Im Jahr 2028 solle der Busterminal fertiggestellt sein.
Von Nico Wrzeszcz