Reto Angehrn (links), Leiter Amt für Finanzen und Steuern, sowie Stadtpräsident Claudio Bernold, informierten am Dienstag über das Budget 2026 der Stadt Frauenfeld.
zVg
01.10.2025 00:00
Budget 2026 der Stadtverwaltung erneut mit Gewinn, Steuerfuss bleibt
Für das Budget 2026 der Stadt Frauenfeld wird ein Gewinn von 1,69 Mio. Franken erwartet. Dieser liegt liegt damit gegenüber dem Budget 2025 deutlich tiefer. Die geplanten Nettoinvestitionen liegen mit 8,96 Mio. Franken unter der mehrjährigen Strategie, pro Jahr 12 Millionen Franken in den Erhalt der Infrastrukturen zu investieren. Der Steuerfuss verbleibt bei 62 Prozent.
Frauenfeld Reto Angehrn, Leiter Amt für Finanzen und Steuern, sowie Stadtpräsident Claudio Bernold, informierten am Dienstag über das Budget 2026 der Stadt. Das Notwendige ist dem Wünschenswerten vorzuziehen. Insbesondere, wenn die Finanzen rar sind. Obwohl das städtische Budget einen Gewinn vorsieht, mussten viele vorgesehene Massnahmen verschoben oder gestrichen werden. Der Gewinn in der Erfolgsrechnung wird durch die Liegenschaftenbewertungen erzeugt. Ohne die budgetierten Wertberichtigungen auf den Finanzliegenschaften ergäbe sich ein Budget mit einem Defizit von 2,93 Millionen Franken. Dieses Ergebnis ist wichtig, da die Wertberichtigungen erst bei der Veräusserung der Liegenschaften Geld darstellt, mit welchem Rechnungen bezahlt werden können. Aufgrund des Liegenschaftenbestandes und der rollenden Liegenschaftenbewertungen (für jede Liegenschaft ist innert 10 Jahren eine Marktbewertung vorzunehmen) wird von jährlichen Bewertungs-korrekturen von rund einer Million Franken ausgegangen. Bei der Budgetierung werden die Liegenschaften jedoch genauer angeschaut und abgeschätzt, wie deren Wert sich verändert haben könnte. Bei den geplanten Liegenschaftenschätzungen im Jahre 2026 wird von einer Wertsteigerung von 1,62 Millionen Franken ausgegangen.
Die Pflanzenproduktion beim Friedhof wurde eingestellt. Das Areal wird für die Erfüllung des öffentlichen Auftrags nicht mehr benötigt. Der Stadtrat wird das Areal entwidmen und dem ordentlichen Finanzvermögen zuweisen. In der Folge sind eine Umzonung, eine Entwicklung des Grundstücks und der Abbruch der alten Treibhäuser geplant. Entsprechend wird dieses Areal, wie die übrigen Grundstücke im Finanzvermögen, einer Marktwertbewertung unterzogen. Es wird von einem Buchgewinn von rund drei Millionen Franken ausgegangen.
Personalaufwand steigt
Der Personalbestand wird auf- aber auch abgebaut. Netto verbleibt eine Zunahme von 3,5 Vollzeitstellen. Neben dieser Anpassung wird mit einer durchschnittlichen Lohnentwicklung von 2,15 Prozent budgetiert. In diesem Ansatz ist ein Prozent Teuerung kalkuliert. Der Stadtrat wird aufgrund der Teuerung per Ende Oktober den Teuerungsausgleich auf den Löhnen 2026 be-schliessen. Zu höheren Personalaufwendungen führte auch die Belegung der bisher nicht besetzten Stellen. Da jeweils nur die Lohnsumme von belegten Stellen budgetiert wird, steigt mit dieser nahezu vollen Belegung die gesamte Lohnsumme an. Die Erneuerung der Informatik- und Kommunikations-Technik, wurde erstmals budgetiert. Auch die Anschaffung von Elektrobussen für den Stadtbusbetrieb ist erfolgt. Die höheren Kosten aus diesen und anderen Massnahmen erhöhen den Sachaufwand. Diese Massnahmen führen zu Mehraufwendungen von über einer Million Franken. Die Hochrechnung für das Jahr 2025 zeigt, dass die direkten Steuern höher ausfallen werden, als erwartet. Mehreinnahmen im Umfang von 1,95 Millionen Franken sollten möglich sein.
red